Chronik

Die wichtigsten Stationen unserer Vereinsgeschichte – von der ersten urkundlichen Erwähnung 1788 bis heute.
2025
Die Hovesather Herzenssache wurde ins Leben gerufen. Bei verschiedenen Aktionen wurden insgesamt 5.555 Euro für die Kinderkrebshilfe Weseke gesammelt.
2024
Wegen schlechten Wetters findet das Vogelschießen am Festzelt statt – erstmals wird es live auf Bildschirme übertragen.
2022
Mike Grunden übernimmt das Präsidentenamt von Martin Deelmann. Nach zwei Corona-Jahren wird endlich wieder Schützenfest gefeiert.
2020–2021
Das Schützenfest fällt wegen der Corona-Pandemie aus – erstmals seit 1951, und das gleich zwei Jahre in Folge.
2016
Erstes Oktoberfest in Kooperation mit Festwirt Wenzel Schwering – seither ein fester Bestandteil des Vereinsjahres.
2009
Martin Deelmann übernimmt das Präsidentenamt von Hubert Große-Venhaus.
2007
Der Schützenverein Hovesath feiert sein 200-jähriges Jubiläum.
1999
Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Borken unter der Nummer VR 699.
1994
Hubert Große-Venhaus übernimmt das Präsidentenamt von Willi Klein-Heßling.
1988
Willi Klein-Heßling übernimmt das Präsidentenamt von Josef Deelmann.
1982
Zum Vereinsjubiläum wird das Ehrenmal des Schützenvereins errichtet.
1975
Der Verein feiert ein großes Jubiläumsschützenfest.
1962
Seit 1962 wird für das Schützenfest ein eigenes Festzelt aufgebaut.
1957
Am 5. Mai 1957 feiert Hovesath sein 150-jähriges Bestehen – mit einer feierlichen Fahnenweihe.
1953
Eine neue Satzung wird beschlossen. Karl Hopp ist Präsident von 1953 bis 1976.
1951
Am 7. Juni 1951 feiert der Verein nach dem Krieg erstmals wieder Schützenfest.

Der Ursprung

Historische Darstellung Hovesath

Erklärung des Namens Hovesath und Gründung

Der Name Hovesath wird schon in einer Akte von 1788 erwähnt, die Probst Kerst dem Schützenverein zur Einsicht übergeben hat. Hovesath war eine kleine Gemeinde westlich von Borken. Mit Hovesath bezeichnete man Land und Höfe, die zu einem Gutshof gehörten. In unserem Fall zum Rittergut Pröbsting. In dieser Akte wird zwar nicht von einem Schützenverein Hovesath berichtet sondern von einer Gemeinde Hovesath, wohl identisch mit der heutigen Nachbarschaft, die zugleich mit dem Rittergut Pröbsting als Keimzelle des Schützenvereins gilt.

Die Grundherrschaft im Münsterland war eine Rentengrundherrschaft; der Rittergutkomplex bestand um 1770 in den meisten Fällen aus einer Eigenwirtschaft von ca. 300 bis 800 Morgen, der sogenannten Hovesaat, die für den Bedarf des adligen Hauses sorgte. Die auf der Hovesaat angesetzten Eigenbehörigen, die sogenannten Hovesaatkötter, pachteten als Heuerlinge Hovesaatparzellen. Die durchschnittliche Größe der Hovesaaten des Adels wurde 1831 vom Freiherrn von Stein mit 200-400 Morgen angegeben. Aufgrund von Steueraufkommen von über 1000 RT muss es zu dieser Zeit – abweichend von Steins Darstellung – eine erhebliche Anzahl von Hovesaaten mit einer Größe zwischen 1000 und 2000 Morgen gegeben haben. Viele Hovesaaten der ehemaligen Rittergüter waren entweder gleichgroß, oder kleiner als die großen Bauerngüter. Ein Vergleich von 29 verstreut in den Archiven aufgefundenen Angaben über die Hovesaatsgröße einzelner Rittergüter zwischen 1800 und 1830 mit den Besitzgrößenangaben in den 1880/90 aufgestellten Statistiken zeigt, dass der Adel den Umfang der Hovesaaten im Durchschnitt zwischen1815/30 nahezu verdreifacht hat.

Frühe Schützenfest-Tradition

Man weiß nicht genau, wann das erste Schützenfest gefeiert wurde, aber der einstige Schützenbruder Droste-Brokamp allseits genannt – Vati Droste – der 1933 als Hundertjähriger starb, war unser Gewährsmann. Er hat dem damaligen Präsidenten Fritz Tempelmann 1926 - 1953 im Beisein des gesamten Vorstandes ehrenwörtlich erklärt, dass der Schützenverein schon in seiner Kindheit Jahr für Jahr gefeiert hätte. Von seinem Vater wusste er, dass derselbe schon 1807 erstmalig hatte mitschießen dürfen. Das letzte Schützenfest vor dem Zweiten Weltkrieg wurde im Jahr 1939 gefeiert.

Quelle: u. a. „Schützenverein Hovesath – Bilder und Begebenheiten aus verschiedenen Jahren bis 2009“, Herausgeber: Schützenverein Hovesath e. V.